Fachbereich Jura

Lehrstuhl Professor Dörr


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FAQ

Im Rahmen unserer Informationsveranstaltung im Vorfeld der Teamsuche, werden immer wieder ähnliche Fragen an uns herangetragen, die wir an dieser Stelle gerne beantworten möchten.

F: Was bringt mir die Teilnahme am Moot überhaupt?

A: Als Student profitiert man auf vielfältigste Art und Weise von der Teilnahme am Moot Court. Erstens erlangt man einen vertieften Einblick in das Europarecht und auch in das Prozessrecht des EuGH, was im normalen Studium so kaum möglich ist. Zweitens arbeitet man sich in die englische und gegebenenfalls auch in die französische Rechtssprache ein. Dadurch wird es einem ermöglicht, am Ende des Moots ein verhandlungssicheres Englisch zu sprechen und auch mit französischen Fragen umzugehen. Drittens werden wichtige Fähigkeiten wie Teamwork, Rhetorik und anwaltliches Arbeiten gefördert. Viertens ist eine Teilnahme an einem internationalen Moot Court bei späteren Arbeitgebern immer gern gesehen. Oftmals ergibt sich bereits während des Moots die Gelegenheit mit zukünftigen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen. Und schließlich fünftens: Die Teilnahme am Moot macht riesigen Spaß! Die Woche im Ausland, in der man Kontakte zu Studenten aus aller Welt knüpfen kann, ist hierbei besonders hervorzuheben.

F: Wie zeitintensiv ist der Moot Court?

A: Für die Teilnahme am Moot Court ist Voraussetzung, dass der Moot während des Wintersemesters absolute Priorität hat. Insbesondere das Anfertigen der Schriftsätze von September bis Ende November und die Vorbereitung auf das mündliche Stadium ab spätestens Anfang Januar erfordern ein hohes Engagement, um sich gegen Universitäten aus aller Welt behaupten zu können. Dennoch ist es vielen Teilnehmern gelungen, neben der ELMC-Teilnahme einen "großen" Schein oder einen anderen Leistungsnachweis zu bestehen. Freilich muss man dafür seine Zeit gut einteilen und etwas ausdauernd sein.

F: Verzögert sich durch den Moot mein Studium nicht erheblich?

A: Zunächst ist festzuhalten, dass der Moot keine Zeitverschwendung ist, sondern eine Erfahrung, die nur wenige Studenten in ihrem Studium machen dürfen. Ferner ist zu sagen, dass das Team sich seine Arbeitszeit selbst einteilt. Sinnvollerweise ist der Besuch von Vorlesungen während des Moots aber nicht im vollen Maße möglich. Sofern es jedoch nicht zu Überschneidungen mit dem Regionalfinale kommt, ist es den Teammitgliedern aber grundsätzlich möglich, an der ein oder anderen Semesterabschlussklausur teilzunehmen, so dass hier nicht unbedingt ein Zeitnachteil entsteht. Weiterhin wird die Teilnahme am Moot Court mit einem Freisemester, welches auf die Berechnung der Freischussfrist bei der 1. Jur. Staatsprüfung angerechnet wird, "vergütet". Zuletzt ist der Moot Court auch eine Veranstaltung, die  im Rahmen des Schwerpunktes an der Universität sowohl als Wahlfach als auch als Sprachschein Berücksichtigung findet.

F: Wer kann am Moot teilnehmen?

A: Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Team idealerweise aus vier Mitgliedern besteht. Sinnvoll ist die Teilnahme nur, wenn bereits Kenntnisse und vor allem Verständnis für das Europarecht bestehen. Man sollte also die Vorlesung "Öffentliches Recht III" bereits gehört haben. Daneben muss man sich gut auf Englisch oder Französisch ausdrücken können. Kenntnisse der jeweils anderen Verfahrenssprache (meistens Französisch) sind aufgrund der grundsätzlich zweisprachigen Ausrichtung des Wettbewerbs wünschenswert aber nicht zwingend erforderlich. Die meisten unserer Teammitglieder waren bei ihrer Teilnahme im fünften Semester, einige im siebten oder sogar in höheren Semestern.

F: Welche Universitäten nehmen am Moot teil?

A: Jedes Jahr nehmen zahlreiche Universitäten aus aller Welt teil. Im Jahr 2004/2005, als die Universität Osnabrück zum ersten Mal teilnahm waren es insgesamt 94 Teams. Beim letzten ELMC nahmen mehr als 80 Teams teil. Die meisten Teams kommen aus Europa aber auch aus Nord-Amerika.

F: Was kostet die Teilnahme?

A: Dank großzügiger Spenden durch unsere Sponsoren ist es uns bisher jedes Jahr gelungen, die Teilnahme für die Teams weitgehend kostenlos zu halten. Insbesondere kostenintensive Posten wie Flüge und Hotelaufenthalte können durch die Sponsorengelder komplett finanziert werden.